Leader in ELER - spezielles Programm
der Europäischen Union zur Förderung
innovativer Projekte im ländlichen Raum

 

 

  

 

Im Jahr 2002 wurde in Bayern ein spezielles EU-Förderprogramm mit dem Titel LEADER+ in Kraft gesetzt. Im Jahr 2007 endete dieses. Von 2008 bis 2015 steht nun dem Landkreis Kelheim, wiederum auf Grund der erfolgreichen Wettbewerbsteilnahme, das Folgeprogramm LEADER in ELER zur Verfügung. LEADER steht für liaison entre actions de développement de l’ économie rural (übersetzt: Verbindungen von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft).

Was ist das Besondere an diesem EU-Programm?
Es werden ausschließlich ausgewählte, innovative Projekte mit hohem Qualitätsstandard gefördert. Nachhaltigkeit in ökologischer und ökonomischer Sicht ist eine Grundvoraussetzung. Nicht die Quantität, sondern die Qualität steht im Vordergrund. Die Förderung erfolgt nicht nach dem Gieskannenprinzip, sondern nach strengen fachlichen Prüfkriterien. Die Leader-Aktionsgruppe Landkreis Kelheim (LAG) ist das Entscheidergremium auf Landkreisebene, sie ist „Herrin des Verfahrens“. Das Gremium setzt sich zusammen aus Vertretern der Politik, Wirtschaft, sozialen und ökologischen Institutionen.

Wie wird man LEADER-Region?
Um die Gelder aus Brüssel anfordern zu können, ist die erfolgreiche Teilnahme an einen Wettbewerb der Regionen notwendig. Dafür ist die Erstellung eines so genannten Regionalen Entwicklungskonzeptes (REK) Voraussetzung. Den Zuschlag vom LEADER-Auswahlgremium (Vertreter aus Ministerien, Wissenschaft und Praxis) erhalten die Erfolg versprechendsten Konzepte in Bayern. Der Landkreis Kelheim hat sich im Jahr 2002 erstmals für dieses EU-Förderprogramm beworben, wurde ausgewählt und konnte seither einen sehr erfolgreichen Prozess durchführen. Auch im zweiten Auswahlverfahren im Dezember 2007 erhielt der Landkreis den Zuschlag als Förderregion und kann nun bis 2015 die Förderinitiative der EU nutzen.

Einige Beispiel von bereits realisierten LEADER-Projekten im Landkreis Kelheim
Grundwasserschutzprojekt Jura, Informations- und Begegnungszentrum Kloster Weltenburg, Gesundheitsoase Bauernhof, Volkssternwarte Ihrlerstein, Infostelle Hopfenland Hallertau, Orgelmuseum Franziskanerkirche, Leben+plus – Betreuungsprojekt für Senioren, Ausbildung zum Geprüften Natur- und Landschaftsführer, Regionalvermarkterbroschüre, Jakobusweg, Forschungszelle Herzogskasten, Abensberg, Kunstweg Essing, B-Zentrum Kelheim, Theater am Bahnhof Abensberg, Integrationszentrum Offenstetten, Archäologiepark Altmühltal - dies sind nur einige der durch LEADER+ im Landkreis geförderten Projekte. 
Bis zum Ende der Förderperiode (2007) wurden ca. 50 Projekte in den Bereichen Gewässerschutz, Tourismus, Dorfkultur, Soziales Leben und Qualifizierung konzipiert und Schritt für Schritt realisiert. Bayernweit nimmt damit der Landkreis Kelheim die Spitzenposition in der Akquisition von EU-Fördermitteln ein. Durch die bisherige EU-Förderung wurde ein Investitionsvolumen von ca. 11,2 Mio. € in der Region ausgelöst.

Perspektive
LEADER ist ein Programm, auf das der Landkreis Kelheim auch in Zukunft aktiv und gezielt setzen wird.

Die im Regionalen Entwicklungskonzept dargestellten Handlungsfelder für den Zeitraum bis 2008 - 2015 sind

  • Wasser, Boden, Pflanze, Luft – Ressourcenschutz im Landkreis Kelhei
  • On Tour – Tourismus auf neuen Wege
  • Dörfliche Kultur – traditionell und zukunftsorientier
  • Soziales Handeln: Kinder, Jugend, Familie, Senioren, Menschen mit Behinderung – Wir helfen uns!
  • Mitdenken – Informations- und Bildungsarbeit
 
Kontakt
Der Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V. ist, wie in der ersten Förderphase (2002 – 2007), wiederum mit dem Management des Leader-Prozesses und der Geschäftsführung der Leader-Aktionsgruppe im Landkreis Kelheim betraut. Für Rückfragen: Klaus Amann, Tel.: 09441/207-358
 
 
Förderhinweis 

Das Management und die Geschäftsführung werden gefördert durch das BSTMELF und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER).
     

 

Weitere Informationen: