Landschaft mit bewaldeten Hügeln und FelsformationenLandschaft mit Fluss, Wiesen und Bäumen unter bewölktem HimmelLandschaft mit Wiese, Bäumen am rechten Bildrand und Sonne über dem HorizontZwei Schmetterlinge sitzen auf einer kleinen roten BlüteNahaufnahme von mehreren kugelförmigen Blüten mit kleinen Blütenblättern auf grünen StängelnLandschaft mit Fluss, Wiesen und Bäumen unter bewölktem HimmelNahaufnahme eines Libellen-SchmetterlingshaftsBlumenwiese mit gelben Blüten vor Bäumen und blauem HimmelZwei Ziegen auf einer Wiese, eine steht und frisst, die andere liegt entspannt im GrasWeite Wiese mit lila blühenden Pflanzen unter blauem HimmelEine große Herde SchafeNahaufnahme einer pinken Blüte mit fünf Blütenblättern und Wassertropfen auf den Blütenblättern
 

Labertal-Projekt 2030 - Bilanztreffen der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe in Sandsbach

Auch die Mitglieder der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe des Labertal-Projekts 2030 sind „Gesichter der Landschaft“. Mit dieser Kampagne macht die Regierung von Niederbayern auf die vielen Menschen aufmerksam, die sich im Rahmen von Naturschutz und Landschaftspflege um den Erhalt der Natur und Kulturlandschaft in Bayern kümmern. Fotografin: Christine Brem (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Auch die Mitglieder der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe des Labertal-Projekts 2030 sind „Gesichter der Landschaft“. Mit dieser Kampagne macht die Regierung von Niederbayern auf die vielen Menschen aufmerksam, die sich im Rahmen von Naturschutz und Landschaftspflege um den Erhalt der Natur und Kulturlandschaft in Bayern kümmern. Fotografin: Christine Brem

Neue Perspektiven für das Tal der Großen Laber

Rohr i.NB – Am 01. September 2026 kam in Sandsbach, Gemeinde Herrngiersdorf, die Projektbegleitende Arbeitsgruppe (PAG) des Labertal-Projekts 2030 zu ihrem Bilanztreffen zusammen. Bürgermeisterin Ida Hirthammer begrüßte die Teilnehmenden und betonte die gute Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Kommunen, den Fachbehörden und -verbänden und dem Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V., der das Projekt koordiniert. Bürgermeister Herbert Blascheck, Langquaid, und Gottfried Rieger, stellvertretender Bürgermeister des Markts Rohr i.NB, wiesen auf die Wichtigkeit dieses ökologischen Gemeinschaftsprojektes hin, insbesondere auch mit Blick auf die wachsenden Herausforderungen durch den Klimawandel. Die ausgeprägte Trockenheit in diesem Jahr spiegelt sich in den Grundwasserständen, versiegten Quellaustritten und reduziertem Aufwuchs auf Wiesen und Feldern wider.

Stefan Radlmair, Leiter des Sachgebiets Naturschutz, an der Regierung von Niederbayern, zeigte sich beeindruckt vom Miteinander, der Vielzahl an Maßnahmen und den innovativen Methoden, die im Labertal-Projekt angewendet werden. „Die zunehmende Veränderung unseres Klimas ist in diesem Jahr mit unglaublicher Hitze und Trockenheit spürbarer geworden. Um die Folgen des Klimawandels abzupuffern, müssen wir alles versuchen, um den oberflächigen Wasserabfluss soweit es geht zu minimieren und die unmittelbare Versickerung des Niederschlags in die Böden zu fördern. Die Wasserrückhaltung auf der Fläche, d. h. im Boden, ist entscheidend, um den Landschaftswasserhaushalt zu stabilisieren. Dürreprävention, Moorschutz, Arten- und Biotopschutz sowie die Reduzierung negativer Folgen von Starkregenereignissen sind voneinander abhängig und profitieren von den entsprechenden Maßnahmen“, so Radlmair.

Zum Auftakt ging Klaus Amann, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands Kelheim VöF e.V., auf die aktuellen Herausforderungen ein: Die angespannte Finanzierungslage im vergangenen Jahr im Naturschutz in Kombination mit der extremen Trockenheit mache die Arbeit nicht leichter. Umso wichtiger und erfreulicher sei es, dass im Labertal-Projekt Kommunalpolitik, Naturschutz, Landwirtschaft und Wasserwirtschaft die Maßnahmen unterstützen und die italienische Stiftung Fondazione Capellino als weiterer Finanzierungspartner auftritt. Besonders erfreulich ist, dass gemeinsam mit dem Deutschen Verband für Landschaftspflege die Idee und Methode des Labertal-Projekts sich auf die Landkreise Landshut, Regensburg und Straubing ausweitet. Die italienische Stiftung stuft das Labertaler Modell als beispielhaft und übertragbar für den Arten-, Biotop- und Moorschutz ein. „Die Grundwasserstände sind in diesem Jahr massiv abgesackt. Insbesondere die Erhaltung der Niedermoorflächen im Naturschutzgebiet wird immer herausfordernder. Rückstaue, kleine Seigen, Ausleitungen in das Moor sind einige Maßnahmenbeispiele, letztlich sind aber die Niederschlagsmengen entscheidend“, betonte Amann.

Lucia Gruber, die das Labertal-Projekt 2030 bereits seit 6 Jahren beim VöF koordiniert, stellte ihre vielfältige Arbeit vor. Das Spektrum reicht vom Wiesenbrüterschutz mit Neststandort lokalisieren und Gelege ausstecken über die Anlage von neuen Kleingewässern für Amphibien, Gehölzpflege, Pflegemahd, Mahdgutübertragung zur Entwicklung artenreicher Wiesen. Aber natürlich gehört auch der Kontakt zu den Menschen im Labertal dazu, bei Naturerlebnisprogrammen für Kinder und Familien, bei Ortsterminen mit LandwirtInnen oder JägerInnen. Lucia Gruber sagt: „Der Kontakt mit den Menschen vor Ort und auch die nie gleichbleibende Landschaft macht das Labertal-Projekt auch nach sechs Jahren noch abwechslungsreich. Ich habe auch das Gefühl, dass vielen Leuten das Labertal-Projekt schon ein Begriff ist. Da merkt man dann auch, dass sich kontinuierliche Arbeit lohnt.“ Es endet zwar wieder eine Förderperiode, jedoch hat die Regierung von Niederbayern für die Verlängerung des Labertal-Projekt 2030 grünes Licht gegeben.