Sandharlander Heide

Naturschutzgebiet „Sandharlander Heide“
Ausweisung 1970, Fläche ca. 11 ha

Von der Allmende zum Schutzgebiet

Die Kuppe der „Sandharlander Heide" stellt den Rest der ehemaligen Gemeindeweide (= Allmende) von Sandharlanden dar. Hier wurden über 200 Pflanzenarten nachgewiesen! (vgl. dazu auch Projekt „Abensberger Sandlebensräume“)
Die Vegetation unterscheidet sich auf den ersten Blick von den umgebenen Wiesen: sie ist nicht sattgrün, sondern in allen Grünschattierungen vertreten. Das liegt an den nährstoffarmen Böden mit unterschiedlichen Kalkanteilen. Die langgezogene Kuppe ist nämlich aus Schichten übereinanderlegender Gesteine aufgebaut, die in der Eiszeit von Sand überweht wurden. Durch Verwitterung sind dann nebeneinander kalkreiche, kalkarme  und sandige Böden entstanden. Die jahrhundertelange Nutzung der Heide als Weidefläche sowie die fehlende bzw. geringe Düngung führten zur nachhaltigen Aushagerung des Standortes.
Durch dieses Ausmagern und die Besonderheit des Bodenmosaiks bildeten sich verschiedene wertvolle Magerrasentypen. Dazu gehören der Enzian-Halbtrockenrasen auf kalkreichen Böden und die Flügelginster-Heide auf sandigen Böden.
Diese einzigartigen Magerrasen mit ihrer vielfältigen Tierwelt können nur erhalten werden, wenn Nährstoffeintrag aus den angrenzenden Flächen verhindert und eine geregelte Schafbeweidung durchgeführt wird. Im Rahmen des Projektes „Abensberger Sandlebensräume“ wurden daher durch den Landkreis Kelheim und den Bund Naturschutz in Bayern e.V. mit finanzieller Förderung durch den Bayerischen Naturschutzfonds angrenzende, intensiv genutzte Ackerflächen angekauft und extensiviert.

Sandharlandener Heide