Niedermoor südlich Niederleierndorf

Naturschutzgebiet „Niedermoor südlich Niederleierndorf“
Ausweisung 1984, Fläche ca. 61,5 ha

Refugium für Wiesenvögel

Aufgrund des hohen Grundwasserpegels in der Aue bildeten sich hier im Lauf der Jahrhunderte ausgedehnte Niedermoore, die vom Menschen nur extensiv genutzt werden konnten. In den letzten Jahrzehnten wurden die Niedermoore durch Entwässerung und Nutzungsintensivierung auf geringe Größe zurückgedrängt.
Deshalb sind im Bereich des Naturschutzgebietes Restbestände der ursprünglichen Niedermoor-Vegetation und artenreiche Feuchtwiesen als wichtiger Lebensraum für Wiesenbrüter gesichert. Eine extensive Bewirtschaftung der Feuchtwiesen und die teilweise Abdämmung der Entwässerungsgräben soll dem extrem schutzwürdigen Großen Brachvogel ein Überleben ermöglichen. Auch für die Weißstörche in Langquaid und Schierling stellt die vernäßte Aue ein unverzichtbares Jagdgebiet dar. Daher wurden im Rahmen des durch den Bayerischen Naturschutzfonds geförderten Labertalprojektes über das Naturschutzgebiet hinaus Flächen angekauft, um sie zu extensivieren und teilweise zu vernässen. Die notwendige Pflege führen Landwirte mit Unterstützung durch den Landschaftspflegeverein VöF e.V. und die unteren Naturschutzbehörde durch. Teilflächen des Naturschutzgebietes werden sogar zeitweise durch einen ortsansässigen Landwirt erfolgreich extensiv mit Rindern beweidet.
Zum Schutz der bodenbrütenden Vogelarten ist es von besonderer Bedeutung, die ausgewiesenen Wege während der Brutzeit nicht zu verlassen und Hunde anzuleinen.

Niedermoor südlich Niederleierndorf