Mattinger Hänge

Naturschutzgebiet „Mattinger Hänge“
Ausweisung 1941, Fläche ca. 14,5 ha

Schattenspender und Heißsporne

Die großteils bewaldeten Steilhänge bei Matting sind ein Paradebeispiel für die Artenvielfalt der Jura –Einhänge entlang der großen Flüsse. So sind im Naturschutzgebiet, das sich donauabwärts weit in den Landkreis Regensburg hinein erstreckt, allein an die 600 Schmetterlings-Arten festgestellt worden!
Die hochwüchsigen, sogenannten Orchideen-Buchenwälder mit ihrem ungewöhnlichen Pilzreichtum (Sammelverbot beachten!) sind durch starke Bodenbeschattung charakterisiert. Deshalb und wegen der geringen Bodenfeuchtigkeit kommen die Gräser und Kräuter in dem schütteren Unterwuchs nur zur geringen Blütenbildung. Ein anderes Bild bieten die Eichen-Linden-Wälder sowie die lichten, krüppelig wachsenden Kiefern-Bestände, die auf den steilen, flachgründigen Bereichen, insbesondere den markanten Felsköpfen, vorzufinden sind: der Unterwuchs ist sehr arten- und blütenreich. 
Die über 20 Felsköpfe und -wände im Naturschutzgebiet können sich im Sommer bis auf 60ºC aufheizen. Ein derartiger Extremstandort ist ein Refugium für viele seltene Pflanzen, die lichtbedürftig und gleichzeitig trockenheitsertragend sind. Der Schutz von gefährdeten Tier- und Pflanzen-Arten sowie deren Lebensraum ist in diesem Naturschutzgebiet ein vorrangiges Ziel. Der Beitrag des Wanderers ist die Einhaltung des Wegegebots!
  

  Mattinger Hänge