Abensberger Sandlebensräume – von Sanddünen und anderen Besonderheiten

Vielfalt auf engstem Raum: 400 Pflanzenarten auf 10 ha. Ein herausragendes Naturschutzgebiet wird erweitert und langfristig gesichert.
Das Naturschutzgebiet ”Sandharlander Heide” ist der zentrale Teil eines umfassenden, bereits in Teilbereichen begonnenen Konzeptes zur Sicherung und Entwicklung der wertvollen Trockenbiotopkomplexe um die Stadt Abensberg. Mit den Hängen des Donautales im Nordwesten (Kalk-Halbtrockenrasen und Trockenrasen) und den ausgeprägten Sanddünen, Sandrasen und Sandheidekiefernwälder im Südosten stellt dieser Raum für Bayern eine einmalige Verknüpfung und Anhäufung von hochwertigen, verschiedenenartigen  Trockenbiotopen dar. Dieses Gebiet hat daher landesweite Bedeutung für den Arten- und Bioptopschutz. Die ”Sandharlander Heide” ist der Rest eines ehemals großen Weidegebietes. Die Besonderheit dieses Gebietes liegt darin, dass sandige (saure) und kalkige (basische) Böden auf engem Raum verzahnt sind. Daraus  ergibt sich eine besonders hohe Artenvielfalt.

Der bodensaure Magerrasen und der Kalkmagerrasen sind aufgrund der exponierten Lage besonders durch die ständige Zufuhr von Nährstoffen aus den umliegenden, intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen bedroht. Zudem ist die Flächengröße des Naturschutzgebietes für den langfristigen Erhalt der wertvollen Biotope und der damit verbunden Tier- und Pflanzenwelt zu gering.

Ziel ist, das Gebiet von ursprünglich 10 ha auf ca. 30 ha zu erweitern und auf den Erweiterungsflächen Maßnahmen zur Wiederherstellung der ursprünglichen Vegetation durchzuführen.
Im Rahmen der Umsetzung des Bayerischen Arten- und Biotopschutzprogramms im Landkreis Kelheim wurde ein Naturschutzprojekt zum Flächenankauf im Umgriff des Naturschutzgebietes beim Bayerischen Naturschutzfonds durch den Landkreis Kelheim,  den Bund Naturschutz und den Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V. beantragt und bewilligt. 
Das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz und die Stadt Abensberg führen im Rahmen des Flurneuordnungsverfahrens Sandharlanden II folgende Maßnahmen durch

  • Abwicklung des Flächenankaufs und Flächentausches,
  • Neuordnung der Flächen,
  • Rückbau entbehrlicher Wege.

Der Bund Naturschutz und der Landkreis Kelheim, die zugleich die Kofinanzierung für das Projekt sicherstellen, übernehmen das Eigentum an den angekauften Grundstücken.
Der Landschaftspflegeverband Kelheim VÖF e.V. führt Pflegemaßnahmen (Entbuschung, Mahd) im Naturschutzgebiet und auf den Erweiterungsflächen durch.
Die Fachhochschule Weihenstephan und die Universität Regensburg begleiten das Projekt wissenschaftlich (Erarbeitung eines Pflege- und Entwicklungsplanes, Kontrolle der Pflegeeffekte). Das Projekt wird mit Mitteln des Bayerischen Naturschutzfonds gefördert.
  

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